2017 verschwunden auf dem Partyboot – Südtiroler wieder aufgetaucht

Philip H. und seine Freunde waren 2017 zusammen auf einer Partyreise in Novalja. Beim legendären Partyboot Ausflug verschwand der Südtiroler bei einem Badestopp. Trotz intensiver Suchmaßnahmen blieb der junge Mann vermisst. Seine Freunde & Familie standen unter Schock. Für den Partyboot Betreiber hatte das Unglück ebenfalls ein Nachspiel. Die Sicherheitsmaßnahmen mussten verstärkt werden. 

Letzten Freitag ist Philip H. plötzlich wieder aufgetaucht. Fischer bemerkten ein Lagerfeuer auf einer der zahlreichen unbewohnten Inseln vor der kroatischen Küste. Die Fischer wollten der Sache auf den Grund gehen – schließlich lag die Insel in einem Naturschutzgebiet und Lagerfeuer sind nicht erlaubt 

Die Sensation war perfekt. Der einsame Mann am Lagerfeuer erzählte den erstaunten Fischern seine Geschichte. Glücklicherweise konnte man sich auf italienisch verständigen.

Das Rätsel wie Philip H. so lange auf einer einsamen Insel überleben konnte, war auch rasch geklärt. Auf der Insel hatten Schmuggler vor über 15 Jahren ein geheimes Versteck mit allerlei Nützlichem angelegt. Konservendosen, Klamotten, selbst eine kleine Destillerie zum Brennen von Schnaps war gut versteckt in einem Holzverschlag. Nur Schuhe hatten ihm gefehlt. Aber auch das war kein Problem, da er auch in der Zivilisation öfter barfuß unterwegs war. 

„Ich hatte 1250 Konservendosen mit Birnen. Nach zwei Wochen hatte ich genug davon und habe beschlossen daraus Schnaps zu brennen. Wir in Südtirol lernen das schon recht früh. Sonst wäre ich vermutlich Blind geworden.“ Auch seine Kindheit in einem kleinen Dorf in den Bergen half Philip H. beim Überleben. Angeln, Häuser aus Holz bauen, übernachten im Freien war fester Bestandteil seiner Kindheit. Die Familie des Vermissten machte sich umgehend auf den Weg nach Novalja, um den Verschollenen wieder zu begrüßen. „Ein wahnsinns Happyend. Wer hätte das gedacht. Die Familie war überglücklich“, berichtet Vladimir Ibic vom roten Kreuz.

Allerdings war das Wiedersehen auch getrübt. Die Behörden bestanden darauf, dass das Wiedersehen mit dem vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Meter und Masken stattfindet.

Nach wenigen Tagen zurück in der Zivilisation entschied sich Philip H. eine Auszeit zu nehmen. Seiner Familie zur Folge plant er wieder zurück auf seine Insel zu gehen bis sich das Corona Thema erledigt hat. „Ich habe 2 Tage lang Nachrichten gesehen, um wieder auf den aktuellen Stand zu kommen. Das hat mir gereicht. Ich melde mich nächstes Jahr“.

Die zuständigen Behörden der Fischereidirektor Dalmatien haben die Fischer per Rundschreiben informiert. Lagerfeuer auf der kleinen Insel Brnič sind per Sondergenehmigung erlaubt.

Auch das Tourismusministerium möchte die wundersame Geschichte des Philip H. nutzen: „So ein entspanntes Überleben ist nur in der einzigartigen kroatischen Natur möglich. Und aufgrund unserer langen Schmuggler Tradition“.

Der Partyboot Anbieter hat Philip H. zudem ein lebenslanges Freiticket versprochen – sobald er wieder Lust auf Zivilisation hat, kann es eingelöst werden.